Imi Lichtenfeld
Imi Lichtenfeld

KAV MAGA

Das wichtigste zuerst – Krav Maga ist kein Kampfsport! Solltest Du auf der Suche nach der Möglichkeit eines regulierten Zweikampfes für unterschiedliche Gewichtsklassen sein bist Du hier falsch. Hierfür empfiehlt es sich wirklich interessante Kampfsportarten wie Muay Thai, Kickboxen, MMA, Ringen, Judo, Taekwondo, Jiu Jitsu, Karate usw. zu betreiben. Bei Krav Maga handelt es sich um ein modernes dynamisches lebendes System zur selbstverteidigung. Es ist sehr einfach zu erlernen, weil es auf intuitiv ausgeführten Bewegungsabläufen beruht. Trotz oder gerade wegen seiner “Einfachheit” ist es ein hoch effektives Selbstverteidigungssystem.

Krav Maga ist für jeden geeignet. Es spielt keine Rolle, ob Du 16 oder 61 Jahre alt bist – jeder kann lernen, sich und andere zu verteidigen. Du musst kein Spitzensportler sein um am Training teilnehmen zu können. Körperliche Fitness ist natürlich von Vorteil aber die wirst Du aufgrund des Trainings schnell aufbauen.

Trainiert wird bei uns in normaler bequemer Kleidung – es gibt keine Kleiderordnung an die Du Dich halten musst. Im Training wird Stress, der bei einem Angriff auftreten kann, simuliert, um Dich besser auf einen, hoffentlich nie stattfindenden, “Ernstfall” vorzubereiten. Während des Trainings entscheidest im Endeffekt Du selbst, wie weit Du gehen möchtest. Krav Maga ist ein Angebot – keine Verpflichtung!

 

Wie haben uns dazu entschlossen dem Bundesverband für Selbstverteidigung  und dem Deutschen Krav Maga Verband, als auch dem you can fight! – Netzwerk beizutreten, denn hier haben wir die Möglichkeit an einem Erfahrungsaustausch teilzunehmen ohne reglementiert zu werden.

 

Für Dich als angehender Kravist ist es fast egal, wo Du Krav Maga trainierst – Hauptsache Du trainierst.

Um Spaß beim Training zu haben, solltest Du Dich in der Gruppe wohlfühlen und einen für Dich passenden Instructor vor Dir haben. Nur so wirst Du dauerhaft Lernen und Deine Freude an Krav Maga haben.

Coming home safe

Bei Krav Maga geht es niemals um Schönheit, Perfektion oder Fairness. Es geht um realistische Lösungen für gewalttätige Konfrontationen. Ein echter Kravist hat kein Interesse daran, sich selbst, seinem Gegner oder einem etwaigen Zuschauer zu beweisen, dass er eine bestimmte Technik bravourös beherrscht. Auch ist ihm nicht an einem sportlichen Vergleich gelegen. Er hat nur ein Ziel: Sich und die, die er liebt, sicher nach Hause zu bringen.

Um die Grundidee von Krav Maga besser zu verstehen ist es hilfreich, einen kurzen Blick auf die Entstehungsgeschichte und den Begründer Imi Lichtenfeld zu werfen.

Imi wurde 1910 in Budapest geboren, wuchs aber im slowakischen Bratislava auf und war gewissermassen ein sportliches Naturtalent. So gewann er mit gerade mal 19 Jahren die slowakische Meisterschaft im Ringen und im selben Jahr die nationale Boxmeisterschaft sowie einige internationale Box- und Turnmeisterschaften. Im darauf folgenden Jahrzehnt wurde er zu einem der erfolgreichsten Ringer in Europa, wobei er sowohl als Athlet, wie auch als Trainer aktiv war.

Geprägt wurde Imi dabei sicherlich von seinem Vater Samuel, der nach einer Karriere als Zirkusakrobat und Ringer 30 Jahre lang als leitender Polizeibeamter und Nahkampfausbilder in Bratislava tätig war. Er wurde bekannt für seine auffallend hohe Anzahl von Festnahmen besonders gewaltbereiter Krimineller. Wenn er nicht gerade brutalen Straftätern auf der Spur war, unterrichtete Samuel auch Zivilisten in Selbstverteidigung.

Im Verlauf der 1930er Jahre kam es auch in Bratislava immer häufiger zu antisemitischen Übergriffen faschistischer Gruppen gegen die jüdische Bevölkerung. Der junge Imi Lichtenfeld wurde dabei zum Widerstandskämpfer im wahrsten Wortsinne. Aufgrund seiner Erfahrungen im Ringen, Boxen und Gewichtheben organisierte er die Selbstverteidigung der jüdischen Gemeinschaft und war dabei an zahlreichen Strassenkämpfen beteiligt. Gemeinsam verteidigten die Juden ihre Viertel gegen den faschistischen Mob.

 

Aus dem Krieg für den Krieg

Imi erhielt den Beinamen „König ohne Krone“. Als Leitfigur des Widerstandes wurde er zum erklärten Feind der Antisemiten und musste 1940 aus Bratislava fliehen. Es gelang ihm, mit dem letzten Immigrantenschiff die Linien der Nazis zu durchbrechen und Richtung Palästina zu fahren.

Die Unruhen von Bratislava hatten Imi noch einmal sehr deutlich den Unterschied zwischen sportlichem Wettstreiten und realen Strassenkämpfen erkennen lassen. In dieser brutalen Zeit wurde die Idee von Krav Maga geboren.

Als Imi einige Jahre später nach einer abenteuerlichen Reise im gelobten Land eintraf, trat er dort in die Haganah ein, eine paramilitärische Organisation, die für die jüdische Unabhängigkeit kämpfte. Als anerkannter Experte wurde er hier zum Ausbilder für Selbstverteidigung, Waffen- und Nahkampf. Mit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 ergab sich auch die Erfordernis zur raschen Aufstellung einer eigenen Armee.

Weil Israel sich seit seiner Entstehung fast ununterbrochen im Kriegszustand mit arabischen Ländern befindet, ist praktisch jeder Bürger als aktiver Soldat oder Reservist in die Landesverteidigung eingebunden. Zeitweise wurden Soldaten nach nur sechsmonatiger Kurzausbildung in den Kampf geschickt. Aus diesem Grunde lautete bereits beim Aufbau der IDF (Israel Defense Forces) der Auftrag, ein Nahkampf-System zu entwickeln, welches sowohl den 18-jährigen Sportler, als auch die 50-jährige Bäuerin befähigt, Gewaltsituationen erfolgreich zu bestehen.

 

Natürlich kämpfen

Ein solches Kampfsystem muss besondere Voraussetzungen erfüllen. Insbesondere müssen etwaige Techniken leicht erlernbar und auch unter Stress abrufbar sein, selbst wenn der Anwender zuvor nur wenig Zeit zum Trainieren hatte. Mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe wurde Imi Lichtenfeld betraut, der zum Chefausbilder für militärische Fitness und Nahkampf (Krav Maga) ernannt wurde, derweil die Haganah in die IDF eingebunden wurde.

Imi's Konzept basierte darauf, alle Kampftechniken auf den natürlichen menschlichen Instinkten aufzubauen. Anstatt ihnen zu sagen, was sie tun sollten, begann Imi damit zu erforschen, wie die auszubildenden Soldaten unter Stress automatisch reagierten. Erst dann entwickelte er aufgrund dieser instinktiven Reaktionen die entsprechenden Verteidigungstechniken.

Durch diese Vorgehensweise wird sichergestellt, dass alle Techniken den natürlichen menschlichen Bewegungen folgen. Hierin ist auch die für Beobachter häufig unverständliche Schnelligkeit von Krav Maga begründet. Die Erklärung ist dabei sehr einfach: Weil die Verteidigungshandlungen eng an die instinktiven und natürlichen Bewegungen gekoppelt sind, reduziert sich die Reaktionszeit auf ein Minimum.

Tana Schulte, YOU CAN FIGHT! Director Female Defense Program

Never give up!

Ausserdem achtete Imi stets darauf, dass die positive Aggressivität der Kämpfenden erhalten beziehungsweise wiederhergestellt wurde. Dieses wichtige Element von Krav Maga war die Konsequenz seiner Erfahrungen aus den Strassenkämpfen in Bratislava einerseits und den Erkenntnissen des kriegsgezeichneten Staates Israels andererseits: Krieg ist immer blutig und brutal. Wer einen Krieg verliert, muss mit verheerenden Folgen rechnen.

Die erklärte Absicht der Nazis war es, alle Juden zu vernichten. Genauso verhält es sich mit den heutigen Feinden Israels. Sie haben vielfach öffentlich bekundet, dass es ihr Ziel ist, den Staat Israel von der Landkarte auszuradieren. Solchen Absichten kann nach dem Verständnis eines echten Kämpfers nur mit absoluter Wehrhaftigkeit und Entschlossenheit begegnet werden. Aus diesem Grunde ist Israel fest entschlossen, niemals einen Krieg zu verlieren. Den Krieg zu verlieren würde bedeuten, die Existenz zu verlieren. Für jeden Einzelnen, seine Familie, seine Nation, vielleicht sogar für sein ganzes Volk.

"Never again!" lautet deshalb auch die Parole, die in Israel jedes Kind kennt und die sich als fester Glaubenssatz in allen Köpfen manifestiert. Folglich versteht Israel jeden Krieg als direkten Kampf ums Überleben. Diese Einstellung spiegelt sich auch in allen Aspekten des Krav Maga Trainings wieder.

Krav Maga reagiert deshalb mit aggressiver Verteidigung auf unberechtigte gewalttätige Angriffe und verfolgt die Absicht, den oder die Angreifer schnellstmöglich zu neutralisieren. Darüber hinaus wird beim Trainierenden eine Nichtaufgeber-Mentalität erzeugt. Denn Aufgeben wird katastrophale Folgen haben.

 

Quelle: you-can-fight.com


 

 

Krav Maga Langenfeld Monheim Leichlingen Burscheid Solingen Krav  Maga Leverkusen Köln Selbstverteidigung you can fight Gewaltprävention Druckpunkt

Das System Krav Maga – Taktische Selbstverteidigung


Krav Maga wird aus dem Hebräischen einfach übersetzt mit Nahkampf oder auch Kontaktkampf. Bei Krav Maga handelt es sich um ein schnell zu erlernendes und leicht anzuwendendes taktisches Selbstverteidigungssystem. Anstelle der Vermittlung einer Vielzahl komplizierter Techniken stellt Krav Maga dabei einfache, universelle Prinzipien in den Mittelpunkt.

 


 Dies sind Prinzipien:


• Die Verteidigung muss auf den natürlichen menschlichen Instinkten und Verhaltensweisen aufbauen
• Die Verteidigung muss unmittelbar gegen die jeweils akute Gefahr wirken
• Jede Verteidigung muss zugleich Gegenangriff sein
• Techniken und Bewegungen müssen sich ergänzen
• Alle Techniken müssen für jeden Menschen leicht erlernbar sein
• Eine Verteidigung muss auch unter ungünstigen Umständen funktionieren
• Alle Lösungen müssen auf unter Stress funktionieren
• Das System muss laufend aktualisiert werden

 

Die Orientierung an derartigen Prinzipien erlaubt eine flexible Gestaltung des Trainings und Auswahl der Techniken. Tatsächlich kann auf diese Weise jedermann sein eigenes, persönliches Krav Maga erhalten. Hier offenbart sich eine weitere Besonderheit des Krav Maga. Im Fokus steht immer der Trainierende, also der Mensch, und nicht das System.

 

Lerninhalte:
-Mindset (Persönliche Einstellungen/ Prinzipien)
-Deeskalation
-Erlernen von Combatives/ Techniken

-Angriffe und Gegenangriffe
-Verteidigung gegen Fausschlägen
-Verteidigung gegen jegliche Würg- und Klammerangriffe
-Verteidigung von der Bodenlage heraus
-Verteidigung gegen Waffen (Messer, Schlagstock, usw.)
-uvm.